Erstmals gab es eine bundesweite Darstellung und Interpretation der Verbreitung
und Häufigkeit aller Brutvogelarten
Es wurden bundeslandübergreifend methodische Standards zur Absicherung der
wissenschaftlichen Belastbarkeit der Ergebnisse und zur Gewährleistung der
Reproduzierbarkeit bei der Erarbeitung künftiger Atlanten etabliert
Durch die Kenntnis aktueller Schwerpunktvorkommen wurde eine Grundlage für
Schutzmaßnahmen und die Umsetzung nationaler Artenhilfsprogramme geschaffen
Ca. 4400 Ehrenamtliche konnten für die Arbeit am Brutvogelatlas
mobilisiert werden und gemeinsam ein identitätsstiftendes Projekt von riesigem Ausmaß umsetzen!
Die Etablierung des systematischen Monitorings der häufigen, mittelhäufigen und seltenen Arten
sowie der Wasser- und Seevögel und seit 2024 auch noch der Einführung des Hochgebirgsvögel mit Einführung
des Alpenvogelmonitorings generiert
dank der tatkräftigen Unterstützung vieler tausend ehrenamtlicher Kartiererinnen und Kartierer
einen enormen Datenfluss. Wir errechnen und aktualisieren auf dieser Grundlage jährlich die Bestandstrends
unserer heimischen Vögel.
Die Ergebnisse von ADEBAR sind in die Jahre gekommen. Wirft man einen Blick auf
die Bestandstrends vor und nach den Kartierungen für ADEBAR, die mittlerweile über 15 Jahre zurückliegen,
erkennt man, dass sich viel verändert hat.
Betrachtet man die Trendverläufe, liegt die Vermutung nahe, dass sich vielfach auch das Verbreitungsbild verändert haben dürfte!
Neben unseren Monitoringprogrammen hilft uns unsere Plattform für Gelegenheitsbeobachtungen, ornitho.de. Zu Beginn des Jahres
2024 können wir auf einen enormen
Fundus von über 80.000.000 Gelegenheitsbeobachtungen und über 500.000 vollständigen Beobachtungslisten zurückgreifen.
Insbesondere die Beobachtungslisten erweitern unsere Möglichkeiten, ergänzen das Vogelmonitoring
und erlauben uns zumindest für einige Arten Rückschlüsse auf qualitative Verbreitungsveränderungen.
Schauen wir uns drei Beispiele an. In den folgenden Verbreitungskarten sind die Darstellungen wie folgt zu interpretieren.
- ADEBAR (2005-2009)
- ornitho.de (2017-2022)
- beide Zeiträume
Verbreitungsveränderungen
Man erkennt anhand der ornitho-Daten eine deutliche Verbreitungsänderung der Arten.
Eine Art ist mittlerweile nahezu überall in Deutschland zuhause, eine Art breitet sich zusehends nach Osten aus
und eine wärmeliebende Art erobert auch weitere warme Regionen in Deutschland.
Wollen Sie wissen, welche Arten hier exemplarisch angezeigt werden, dann klicken Sie den Button an.
Viele weitere Beispiele lassen sich problemlos finden. Manche Art tritt neu auf seit dem ersten ADEBAR,
andere ehemals sehr häufige Arten verlieren zusehends ihren Lebensraum, bei weiteren Arten sind Änderungen erkennbar, aber diese sind
unspezifisch. Eine ganze Reihe von Arten wird zudem durch Gelegenheitsbeobachtungen nur sehr unzureichend erfasst
(z.B. nachtaktive Vögel wie Eulen). Für diese Arten sind deshalb gezielte, standardisierte Erfassungen notwendig.
Daher ist die Antwort auf die Frage, „Brauchen wir einen neuen ADEBAR?“
eindeutig: „Ja!“
Wie geht es weiter?
Wir haben eine eigene Webseite
adebar.dda-web.de
angelegt, auf der Sie die Möglichkeit haben, sich aktiv zu beteiligen.